NLB - VBC Gerlafingen (2:3)

Trotz Niederlage geht Volleya als Gruppensieger hervor

Raiffeisen Volleya Obwalden verliert gegen VBC Gerlafingen das letzte Spiel der Saison mit 2:3 (27:29, 21:25, 25:19, 25:20, 14:10). Trotz dieser Niederlagen gegen den Tabellenletzten erreicht Volleya ihr Ziel zum Gruppensieger in der NLB-Abstiegsrunde, mit einem Punkt Vorsprung zum Verfolger VBC Steinhausen. Das Team aus Gerlafingen besiegte den Leader aus der «Underdog»- Position. Doch dieser Sieg gegen den Tabellenleader verhinderte den Direktabstieg in die 1. Liga nicht.

Volleya startete in einer leicht veränderten Formation. Drei Spielerinnen von Volleya, Seline Zumstein, Annayka Legros und Lorena Brunner, konnten aus Verletzungsgründen das Spiel nicht im Trikot antreten. An Stelle von Kapitänin Seline Zumstein spielte Marcia Rohrer. Ein junges Talent aus Sarnen, welche ihre bemerkenswerte Entwicklung schon teilweise in der NLB zeigen durfte. Zudem startete Lia Capraro für die routinierte Celina Wirz als ein weiterer Neuling in der NLB. Zu Beginn spielten beide Teams verhalten. Erst nach dem 5:4-Vorsprung für Gerlafingen gelang es dem Heimteam eine Fünfpunkteserie. Mit einer gut platzierten Finte, zwei Direktpunkten am Service und einem Block zwang Gerlafingen Volleya zu einem Eigenfehler zum 4:10 und einem anschliessenden Timeout. Obschon Volleya jetzt mehr punktete, konnte der Vorsprung nicht verringert werden. Doch nach dem zweiten Timeout von Volleya bei 8:15 bereitete die Walliserin Sandrine Giroud mit ihren Aufschlägen beim Gegner Mühe. Volleya erkämpfte sich Punkt um Punkt und verringerte den Rückstand zum 14:16. Kleine Fehler auf der Seite der Obwaldnerinnen hinderten aber an einer Führungsübernahme. Trainer Nik Buser versuchte den Gegner mit diversen Spielerwechsel zu stoppen, doch diese punkteten unverhofft weiter. Erst ein Servicefehler von Gerlafingen bei 23:18 bot den Obwaldnerinnen die Möglichkeit, den Spielstand noch zu drehen. Volleya punktete hauptsächlich mit der Nummer 2 Julia Garovi am Aufschlag. Ganze vier Punkte (22:23) ermöglichte die junge Sachslerin. Doch ein anschliessender Eigenfehler übergab das Aufschlagsrecht wieder dem Gegner. Einen Servicefehler sowie einen Schlag ins Aus von Gerlafingen hielt die Spannung zum Ende dieses Satzes hoch. Doch Gerlafingen hatte Mühe die hart angegriffenen Bälle der Obwaldnerinnen zu kontrollieren und spielten diese ungewollt an die Hallendecke. So gewann Volleya dann den Umstrittenen ersten Satz mit 29:27.

Im zweiten Satz durften sich Janine Andermatt und Celina Wirz auf der Aussenposition versuchen. Volleya punktete am Netz. Mit harten Angriffen bereitete Volleya dem Gegner Schwierigkeiten den Ball zu verteidigen, welcher dann oftmals an die niedrige Decke absprang. Von einem 1:3-Rückstand glichen sie zum 5:5 aus und kämpften weiter zum 10:10. Doch Volleya verlor an Konstanz und liess Gerlafingen bis 15:12 vorziehen. Erst später punktete Volleya wieder am Netz zum 17:17. Ein Ass von der frisch eingewechselten Sandrine Giroud zwang den Gegner zum ersten Timeout. Doch unbeeindruckt setzte die Walliserin das Spiel mit einem weiteren Ass fort. Auch ein Timeout bei 18:21 brachte Gerlafingen nicht zurück ins Spiel. Das Heimteam hatte Mühe die gegnerischen Serviceanspiele von der Grundlinie sowie die Angriffe am Netz zu kontrollieren. Volleya verwertete souverän die fehlenden Punkte zum zweiten Satzsieg bei 25:21.

Nach den ersten beiden Sätzen schien die Ausgangslage für einen letzten 3:0-Sieg für Volleya optimal. Doch obwohl Gerlafingens Abstieg schon klar war, spielten diese um Ruhm und Ehre. Gerlafingen liess den Kopf nicht hängen und startete selbstbewusst. Harte Angriffe machten die Obwaldner Verteidigung unsicher. Auch ein stabiler Block erschwerte es den Angreiferinnen zu punkten. Schnell ging Gerlafingen in Führung und Zwang Volleya bei 6:11 und 6:14 zu einem Timeout. Erst nach dem Punktestand von 8:20 schien Volleya wieder ins Spiel gefunden zu haben. Doch auch trotz den Angriffs- und Blockpunkten zum Timeout Gerlafingens bei 20:14, reichte es nicht zum Ausgleich. Die beiden Teams punkteten abwechselnd und somit gewann VBC Gerlafingen den dritten Satz mit 25:19.

Genauso wie im dritten Satz übernahm auch im vierten Gerlafingen die Oberhand. Wie Gerlafingen im ersten Satz hatte jetzt Volleya Mühe mit der Hallenhöhe. Die harten Angriffe des Gegners gingen anstatt zu Boden an die Decke, was Volleya verzweifeln liess. So ging das Heimteam schnell in Führung. Sie bauten ein 5:2-Vorsprung zu einem 11:7 und dann zu einem 15:10 aus. Gerlafingen liess nichts anbrennen und sicherte sich souverän auch den vierten Satz mit 25:20.

Getankt mit Optimismus startete Gerlafingen mit viel Selbstvertrauen in den fünften und letzten Satz. Sie punkteten am Service und durch die Mitte zum 4:0. Trainer Nik Buser intervenierte mit einem Timeout, worauf Gerlafingen durch Eigenfehler dem Gast das Aufschlagsrecht erteilte. Doch auf​ Grund des unpräzisen Spiels der Obwaldnerinnen konnte dieses schnell wieder zurückgewonnen werden. Nach der ersten Hälfte des Tiebreaks wurden bei 8:4 regelkonform die Seiten gewechselt. Volleya war wie gelähmt. Zu passiv agierten sie auch in der zweiten Hälfte des fünften Satzes. So gelang es Gerlafingen den letzten Match der Saison mit 15:10 im Tiebreak für sich zu entscheiden.

Trotz dieser Niederlage geht Volleya als Gewinner hervor. Nach diesem letzten Spiel ist RAIFFEISEN Volleya Obwalden Gruppensieger der NLB-Abstiegsrunde. Nach einer Durststrecke zu Beginn der Saison verbuchte Volleya seit Dezember zehn Siege in Folge und den Titel als Gruppensiegerin, was zu einer erfolgreichen Saison zurückblicken lässt.

Telegramm
24.03.2019, 16:00 Uhr. Kirchacker, Gerlafingen.
VBC Gerlafingen - Raiffeisen Volleya Obwalden 3:2. Sätze: 25:15, 26:28, 25:19, 25:12


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