NLB - VBC Gerlafingen (3:1)

Volleyas Teamleistung führt zum Heimsieg gegen Gerlafingen

Raiffeisen Volleya Obwalden gewinnt gegen VBC Gerlafingen mit 3:1 (25:15, 26:28, 25:19, 25:12) und verteidigt somit die Leader Position. Der Gegner aus dem Kanton Solothurn beendete die Qualifikationsrunde in der Gruppe West auf dem sechsten Platz mit 17 Punkten und verpatzte den Start in die Abstiegsrunde. Gegen Volley Luzern und Wolf Haus Giubiasco Volley verloren sie ihre zwei Matches trotz dem Einsatz von vier Profispielerinnen aus den USA, Deutschland, Kuba und Brasilien/Spanien klar. Besondere Bedeutsamkeit hatte der Match von letztem Samstag durch das Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Volleya Trainer Chrigel Ruff.

Gleich zum Anpfiff im ersten Satz war VBC Gerlafingen lautstark auf dem Feld wahrzunehmen. Aufrichtiges Jubeln über die ersten gewonnen Punkte liess VBC Gerlafingen in Fahrt kommen. Eine stabile Annahme, platzierte und druckvolle Anschläge und zählige Blockpunkte lassen daraus schliessen, dass sich der Gegner gut auf die Obwaldnerinnen vorbereitet hat. Doch nach einer 5:2-Führung folgten mehr Fehler als Punkte von den risikoreichen Anschläge Gerlafingens. Die Volleya-Spielerin Sandrine Giroud nutzte diese Unbeständigkeit auf der anderen Feldseite und erzielte mit ihrem “Jump-Float” (Sprungservice) zwei Direktpunkte in Folge. Während Giroud am Service dem Gast bis zum 11:8 den Spielaufbau erschwerte, doppelte Michelle Iten im Angriff nach. Volleyas Spiel gewann an Stärke. Gute Verteidigung und schnelle Spielzüge am Netz forderten den Gast aus dem Kanton Solothurn und ermöglichten den Ausbau der Führung zum 21:13. Die Stimmung im Obwaldner Team war nicht zu überhören. Tatkräftiges Anfeuern von den Ersatzspielerinnen unterstützte den Aufschwung. Volleya zeigte Stärke indem das Team sich nicht beirren liess und den ersten Satz souverän mit 25:14 gewann.

Wie sie den ersten Satz beendeten, startete Volleya in den zweiten. Besonders aufgefallen ist Annayka Legros, die Amerikanerin im Team der Obwaldnerinnen. Aufmerksam agierte sie am Netz und punktete vier von den ersten fünf Bällen im zweiten Satz. Schon nach einigen Minuten stand es 6:1 für Volleya. Um in das Geschehen einzugreifen, versuchte es VBC Gerlafingens Trainer Chrigel Ruff mit einem Time-Out. Doch Volleya liess nicht locker und bestimmte weiterhin das Spiel. Unstimmigkeiten im Team machten sich auf der gegnerischen Seite bemerkbar. Doch Volleya mit Michelle Iten am Service und Annayka Legros und Celina Wirz im Angriff punktete weiter. Doch auf den Blockoutpunkt für Volleya zum 22:18 folgte die Kehrtwende. Gerlafingen punktete hauptsächlich mit ihrem Block, wobei Volleya mit Eigenfehler dem Gegner zur Aufholjagd (von 18:22 zu 23:23) verhalf. Lange Ballwechsel hielten die Spannung hoch. In der Vereinshalle wurde es laut. Obwohl es für einen Satzball bei 24:23 für Volleya reichte, mussten die Obwaldnerinnen den zweiten Satz ihren Gegnern überlassen (26:28).

Beide Teams im Match angekommen startete der dritte Satz ausgeglichen. Abwechslungsweise punkteten die beiden Teams in Serie. Von einer 7:5- Führung liess Volleya den Gegner zum 9:11 vorschreiten. Mit der Luzernerin Lena Müller am Service glich Volleya zum 11:11 aus. Doch Gerlafingen reagierte mit effektiven Angriffen und druckvollen Aufschlägen. Nach einem Timeout für Volleya bei 12:15 konterte das Heimteam mit einer stabilen Annahme und schnellen Spielzügen durch die Mitte. Volleya erarbeitete sich so den Ausgleich bei 16:16 und übernahm anschliessend die Führung. Eine positive Stimmung auf und neben dem Feld ermöglichten eine bemerkenswerte Teamleistung in der Endphase des dritten Satzes. Dies zeigte sich beim Punktestand 17:17. Neu eingewechselt trat die Sarnerin Marcia Rohrer anstatt der Amerikanerin Annayka Legros zum Service an. Ganze fünf Punkte benötigte der Gegner um sich auf die druckvollen Anschläge einzustellen. Auch die darauffolgenden Punkte erspielte sich Obwalden mit beeindruckendem Teameffort, welcher den verfrühten Satzgewinn (25:19) ermöglichte.

Stolz und selbstbewusst startete Volleya in den vierten Satz. Die Spielerinnen wussten den Ball zu kontrollieren. Ein solider Spielaufbau ermöglichte der Volleya-Passeuse die gegnerischen Blockspielerinnen auszuspielen und den Angreiferinnen für Volleya zu punkten. Frustration war dem Gegner anzusehen. Nach einer Punkteserie durch druckvolle und platzierte Angriffe zum 9:3, punktete Volleya mit kurzem Unterbruch mit ihren Anschlägen zum 18:7. Die Obwaldnerinnen behielten die Kontrolle und schlossen den vierten und letzten Satz mit einer bemerkenswerten Fünfpunkte-Serie zum 25:12 ab.

Mit diesem Sieg glänzt Volleyas Bilanz noch heller: drei von acht Mal ging das Damen 1 als Gewinner hervor. Nur noch ein Spiel steht für Volleya auf dem Spielplan bevor es mit der Rückrunde weiter geht. Als letzter Gegner in der Vorrunde trifft Volleya kommenden Samstag in Neuchâtel auf VBC NUC II. Das Heimteam aus der Westschweiz belegt zurzeit mit fünf Punkten den sechsten Rang. Gelingt Volleya eine perfekte Vorrunde?

Telegramm
16. 02.2019, 18:00 Uhr. Vereinshalle, Sarnen
Raiffeisen Volleya Obwalden - VBC Gerlafingen 3:1. Sätze: 25:15, 26:28, 25:19, 25:12

Nächstes Spiel
VBC NUC II - Raiffeisen Volleya Obwalden
Samstag, 23.02.2019, 14:30 Uhr, Halle des sports de la Riveraine, Rue du Littoral, 2000 Neuchâtel


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