NLB - VBC Züri Unterland (1:3)

Volleya fordert dem Leader alles ab

Das letzte Vorrundenspiel der Qualifikation zwischen Raiffeisen Volleya Obwalden und VBC züri unterland konnten die Gäste aus Kloten mit 3:1 für sich entscheiden. Die ungeschlagenen Zürcherinnen haben in den vergangenen Spielen erst drei Punkte abgegeben und führen jetzt die Tabelle mit sieben Siegen und 18 Punkten an.
Aufgrund des Ausfalls von Eirin Krummenacher wurde kurzfristig Lorena Brunner aus der 2. Liga hochgezogen und kam auf der Position des Liberos gleich zu ihrer Feuertaufe in der NLB.

Im ersten Satz wirkten die Obwaldnerinnen etwas zurückhaltend und unsicher. Eine Serie druckvoller Aufschläge von Nadine Mattmann brachte Volleya in Bedrängnis und stellte das Skore auf 6:11. Ein Rückstand, den das Heimteam nicht mehr aufholen konnte. Am Ende musste es den ersten Satz trotz grossem Kampfgeist mit 21:25 an die Zürcherinnen abgeben.

Von Verlust des ersten Satzes liessen sich die Spielerinnen keineswegs beirren und sie starteten bestimmter und selbstbewusster in den zweiten Satz. Mit guten Aufschlägen gleich zu Beginn des zweiten Abschnittes konnte Julia Garovi ihr Team in einen Vorsprung von 4:1 katapultieren. Volleya drückte weiter aufs Gaspedal, bis der gegnerische Trainer Koutsogiannakis beim Spielstand von 7:2 ein Timeout verlangte. Züri Unterland holte in der Folge auf und hatte bei 11:11 den Anschluss wieder geschafft. Die Obwaldnerinnen hielten dem Druck der starken Zürcher Aussenangreiferinnen aber Stand und verwandelten einen 15:17-Rückstand in einen 22:19-Vorsprung. Die Einwechslung Eliane Härings an den Aufschlag für die Gäste drehte das Spiel dann aber erneut. Volleya kam nicht mehr vom Fleck, auch ein Timeout half nicht mehr. Mit sechs Punkten in Folge holten sich die Gäste den 2:0-Satzvorsprung.

Erneut zeigten sich die Obwaldnerinnen nur wenig beeindruckt von dem Geschehenen. Beide Teams spielten auf Augenhöhe bis beim Spielstand von 15:15 Janine Andermatt von Volleya zu servieren begann. Die zielsicheren Aufschläge, gepaart mit krachenden Angriffen von Annakya Legros und Michelle Iten führten innert kürzester Zeit zu einem Vorsprung von sieben Punkten. Volleya spielte sich in einen Rausch und gewann den dritten Durchgang deutlich mit 25:16.

Im vierten Satz zeigten beide Teams Volleyballsport auf hohem Niveau. Die Gäste setzten sich mehrfach um zwei, drei Punkte ab, Volleya reagierte und glich immer wieder aus. Die Nerven des Publikums wurden auf eine harte Probe gestellt. Schlussendlich war das Break zum 21:24 für die Zürcherinnen eines zuviel, Volleya vermochte nicht mehr zu kontern. Der Tabellenführer entschied den Satz mit 22:25 und damit das Spiel für sich.

Trotz der Niederlage überwog auf der Tribüne eine optimistische Stimmung. Volleya hat gezeigt, dass es auch dem souveränen Leader die Stirn bieten kann und sich vor niemandem verstecken muss. Nach der Vorrunde der Qualifikation steht Volleya mit fünf Punkten zwar am Tabellenende, gleichauf mit Luzern und Giubiasco. Dieses Spiel lässt aber zuversichtlich nach vorn blicken. Das junge Team hat eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht und man darf gespannt sein, was es in den sieben Spielen der Rückrunde zeigen wird. Los geht diese nächsten Samstag mit einem Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten VBC Aadorf. Das Spiel wird um 17:30 Uhr in der Vereinshalle Sarnen ausgetragen. Am Sonntag treffen die beiden Teams erneut aufeinander. Dann allerdings auswärts in Aadorf, für die 6. Runde des Mobiliar Volley Cups.

Telegramm
24.11.2018 Raiffeisen Volleya Obwalden – VBC züri unterland: 1:3 – Sätze 21:25, 22:25, 25:16, 22:25
100 Zuschauer
Vereinshalle Sarnen, Rütistrasse, 6060 Sarnen​

Nächstes Spiel
Raiffeisen Volleya Obwalden – VBC Aadorf 1
Samstag 01.12.2018, 17:30 Uhr, Vereinshalle Sarnen, Rütistrasse, 6060 Sarnen


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