Raiffeisen Volleya Obwalden – Genève Volley (2:3)

Harter Kampf mit Spitzenteam für Volleya

Am Samstag war mit Genève Volley die Nummer 2 aus der Qualifikationsrunde der Westgruppe in der Vereinshalle Sarnen zu Gast. Die Genferinnen waren nach VBC Münchenbuchsee das zweite Spitzenteam, mit welchem sich Volleya Obwalden (NLB) messen wollte. Das Gastteam war mit einem beeindruckenden Team aufgelaufen. Aus den ohnehin grossgewachsenen Genferinnen stach trotzdem die 1.96 Meter grosse US-Amerikanerin Annayka Legros deutlich heraus. Die Obwaldnerinnen liessen sich nicht beeindrucken, denn schon mehrmals hatten sie die Erfahrung gemacht, dass Volleyball ein Mannschaftssport und eine einzelne Spielerin nicht entscheidend ist. Im ersten Satz zeigte sich schon, dass es ein Schlagabtausch auf Augenhöhe werden würde. Jeglicher Vorsprung wurde vom gegnerischen Team umgehend ausgeglichen. Kleine Posse am Rande; Genf-Trainer Ludovic Gruel kassierte eine gelbe Karte wegen Reklamierens, aber die Volleya konnte die kurze gegnerische Unkonzentriertheit nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Gemeinsam gingen die Teams in die «Money Time», die entscheidende Phase am Ende eines Satzes. Nach einem Servicefehler der Volleya war es die Genferin Legros, welche mit einer souveränen Blockaktion und einem weiteren Punkt den Abstand vergrösserte. Volley Genève schlug zwar ebenfalls einen Service ins Aus, aber am Ende unterlag die Volleya trotzdem mit 22:25. Im gleich hohen Tempo ging es auch im zweiten Satz weiter. Im Gegensatz zum vorherigen Satz schafften es aber dieses Mal die Volleya-Damen einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Die Genferinnen gerieten das erste Mal in Rückstand und waren bis zum Schluss nicht im Stande diesen aufzuholen. Spielstand 1:1. Auch der dritte Satz war heftig umkämpft. Das Heimteam führte zeitweise mit sechs Punkten, musste aber bei 21 Punkten den Ausgleich wieder hinnehmen und auch bei 23:23 war der Ausgang des Satzes noch offen. Ein lautstark bejubelter Angriff der Volleya-Angreiferin Esther Rohrer und eine misslungene Attacke der Genferinnen sicherten der Volleya den zweiten Punkt. 2:1 für das Heimteam. Im vierten Satz hätte das Heimteam den Sieg heimbringen müssen, oder anders gesehen, das Gastteam musste etwas machen. Die Genferinnen kamen mit der Situation besser klar und boten eine beeindruckende Kollektivleistung, während die Volleya nur vereinzelt auftrumpfen konnte. Entsprechend ging der Satz mit 16:25 klar an die Genferinnen. Die bisherigen Sätze waren beste Unterhaltung für die die zahlreichen Fans gewesen, aber nun wollten sie das Heimteam auch noch siegen sehen. Die Spielentwicklung im fünften Satz war ganz nach Wunsch der vielen Volleya-Fans, denn beim Seitenwechsel führte ihr Team mit 8:2. Was dann folgte war eine Geschichte, wie sie nur der Sport schreiben kann. Die Genferinnen legten eine unglaubliche Serie hin, erzielten einen Blockpunkt nach dem anderen und bedienten am Satzende nur noch die überragende Amerikanerin Legros. Die Volleya-Damen konnten in dieser Zeit nur noch einen einzigen Punkt gutschreiben. Mit dem 2:3-Sieg hatte Genève Volley eindrücklich demonstriert, dass es nicht verkehrt ist, wenn man eine sehr grosse Spielerin in seinen Reihen hat und diese durch das Team gezielt gestützt wird. Den nächsten Match bestreitet Volleya Obwalden gegen VBC NUC II auswärts in Neuchâtel.

Telegramm
10.02.2018
Raiffeisen Volleya Obwalden – Genève Volley: 2:3 – Sätze 22:25, 25:22, 25:23, 16:25, 11:15)
120 Zuschauer Vereinshalle Sarnen, Rütistrasse, 6060 Sarnen

Nächstes Spiel
VBC NUC II – Raiffeisen Volleya Obwalden
Samstag 17.02.2018, 14:30 Uhr, Maladière, Rue Maladière, 2000 Neuchâtel


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