Raiffeisen Volleya Obwalden – VBC NUC II (3:2)

Volleya erzielt bestes Resultat der Vereinsgeschichte

Die Erwartungen an das letzte Spiel der Saison sind erfahrungsgemäss gross. Jedes Team möchte die letzte Chance nutzen und die Meisterschaft positiv beenden. Das Heimteam steht dabei zusätzlich unter Druck, da die Erwartungshaltung des Publikums hinzukommt. Die Volleya-Frauen wussten aber mit der Situation umzugehen und starteten ruhig und konzentriert in den ersten Satz. Nachdem sie das Hinspiel mit 1:3 gewonnen hatten, waren sie auch für das Rückspiel zuversichtlich. Trotzdem gab es erste Anzeichen, dass es kein Spaziergang werden würde, denn NUC-Head Coach Anna Siffert hatte ihre Damen gut auf das Spiel der Obwaldnerinnen eingestellt. Wiederholt gelang es die Volleya-Angriffe zu blocken und auch in der Verteidigung machte das Gastteam seine Sache gut. Dennoch ging der erste Satz mit 25:21 an die Volleya. Im zweiten Satz reihte sich bei den Neuenburgerinnen Fehler an Fehler, während das Heimteam unverändert stark spielte. Mit 25:11 ging der zweite Satz klar an die Volleya. Danach folgte ein längerer Spielunterbruch, während dem der Verein die Zeit nutzte, um die Vereinsleitung vorzustellen und den Zuschauern für die Treue während der Saison zu danken. Den dritten Satz bestritt die Volleya in leicht veränderter Zusammensetzung, sie führte ja mit 2:0 und nutzte daher die Möglichkeit allen Spielerinnen Spielanteile zu sichern. NUC, von vielen Zuschauern schon fast abgeschrieben, erstarkte sofort und übernahm die Führung. Die Neuenburgerinnen überzeugten mit einer soliden Verteidigung, einem präzisen Spielaufbau und mit Sandra Senn hatten sie eine Angreiferin, welcher man ihre NLA-Erfahrung aus der Zeit bei Biel und Aesch Pfeffingen deutlich anmerkte. Mit 11:25 ging der dritte Satz überaus deutlich an das Gastteam, was an und für sich noch nicht beunruhigend war. Die wirkliche Überraschung für die Volleya-Fans folgte, als im vierten Satz auch die Stammspielerinnen ihre liebe Mühe hatten und mit deutlichem Rückstand hinter Neuenburgerinnen lagen. Sandra Senn war bei NUC eine Klasse für sich, sei das im Angriff, als auch am Block. Die Aufholjagd der Volleya-Frauen war nerven- und kräfteraubend, aber sie lohnte sich, denn bei 22:22 waren sie wieder im Rennen. Was folgte, waren lange Ballwechsel, welche die Nerven der Zuschauer zusätzlich strapazierten. Nach längerem hin und her hatte es NUC geschafft und mit 26:28 den Satzausgleich erzwungen. Der Tiebreak musste demnach die Entscheidung liefern. Das Heimteam erwischt dabei den besseren Start, überzeugte mit starken Aktionen seiner Mittelblockerinnen, und beim Seitenwechsel schien die 8:3-Führung bereits ein Vorbote auf den Sieg zu sein. NUC gab sich aber keineswegs geschlagen und spielte nun konsequent über die #12, Sandra Senn. Dadurch verkürzte sich der Vorsprung auf ein Minimum, aber am Ende setzte sich Volleya Obwalden in einem an Dramatik nicht zu überbietenden Spiel durch und sorgte mit dem 3:2-Sieg doch noch für die benötigten Punkte, um sich den dritten Platz in der Meisterschaft zu sichern. Damit hat das Team der Saison 2017/2018, bestehend ausschliesslich aus Spielerinnen aus Obwalden und Lorena Böbner aus Hasle, das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte erreicht.

Telegramm
24.03.2018
Raiffeisen Volleya Obwalden – VBC NUC II: 3:2 – Sätze 25:21, 25:11, 11:25, 26:28, 15:13
150 Zuschauer
Vereinshalle Sarnen, Rütistrasse, 6060 Sarnen


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