Raiffeisen Volleya Obwalden – Volley Luzern (2:3)

Volleya Obwalden ringt Leader Luzern ein 2:3 ab

Die Spielerinnen von Volleya Obwalden (NLB) konnten sich in den letzten Spielen kontinuierlich steigern und kletterten auf der Rangliste stetig nach oben. Trotzdem war die Situation im Vorfeld des Spiels gegen Volley Luzern keinesfalls beruhigend, denn neben den Thurgauerinnen von VBC Aadorf mit gleich viel Punkten lagen die Damen von VBC Steinhausen mit zwei Punkten Rückstand nur knapp dahinter. Die Obwaldnerinnen sahen sich also mit der Aufgabe konfrontiert, aus dem Spiel gegen den überlegenen Tabellenführer Volley Luzern einen Nutzen zu ziehen. Entschlossen und mit viel Herzblut ging das Heimteam an die Sache heran und lag bald mit 15:8 komfortable voraus. Luzern versuchte den Anschluss herzustellen, aber mehrere Servicefehler verhinderten das Vorhaben. Volleya Obwalden gelang es den Vorsprung sicher zu verwalten und den ersten Satz für sich zu entscheiden. Auch im zweiten Satz wurde der aktuelle Tabellenführer Volley Luzern seiner Favoritenrolle nicht gerecht und lag mit 20:12 im Rückstand, was aber nicht heissen soll, dass die Luzernerinnen nicht vehement gekämpft hätten. Volleya Obwalden musste sich die letzten Punkte kräfte- und nervenaufreibend erarbeiten. Am Schluss gewann die Volleya aber auch den zweiten Satz mit 25:20. 2:0 für Volleya, was der Anstoss für Luzern-Trainer Dusan Jarotta war, aktiv einzugreifen. Seine personellen Änderungen zeigten im dritten Satz umgehend Wirkung. Das Zuspiel und die Angriffe der Luzernerinnen wirkten wie aus einem Guss, entsprechend schafften sie mit 11:23 fast unumstössliche Tatsachen. Das Heimteam schaffte es noch auf 18:25 zu verkürzen, aber den Tabellenführer in Verlegenheit zu bringen gelang nicht. Volley Luzern hatte auf 2:1 verkürzt. Im vierten Satz schenkten sich die beiden Teams nichts. Nur ein kleiner Vorsprung wurde zugelassen, dann folgte schon wieder der Ausgleich. Den Zuschauern wurde alles geboten, was ein attraktives Spiel ausmacht. Lange Ballwechsel und grosse Emotionen liessen die Stimmung in der Vereinshalle hochkochen. Beim Spielstand von 23:21 für die Volleya waren die Volleya-Fans noch zuversichtlich, dass ihr Team den Sieg noch irgendwie würde ins Ziel schaukeln können, aber bei 23:23 war die Hoffnung schon wieder verflogen. Das Satzende von 23:25 besiegelte Korina Perkovac, welche den Block der Obwaldnerinnen geschickt überspielte und den Ball gezielt im gegnerischen Feld platzierte. 2:2-Gleichstand, die Entscheidung musste somit im Tiebreak fallen. Im fünften Satz zeigte die Volleya zur Freude der 120 Zuschauer ein paar schöne Aktionen, aber Volley Luzern spielte konstanter und sicherer. Auch nach dem Seitenwechsel bei 5:8 brachten die Blockaktionen des Heimteams nicht den gewünschten Erfolg, während der Tabellenführer endgültig seine Klasse ausspielte und den fünften Satz deutlich gewann. Mit dem 2:3-Sieg hat Luzern seinen Führungsanspruch bestätigt, während Volleya Obwalden sich über einen wichtigen Punkt freuen könnte. Bei den Volleya-Fans und Spielerinnen wollte aber keine grosse Begeisterung aufkommen. Sie haderten mit dem Schicksal, den vierten Satz nicht gewonnen und das Spiel frühzeitig entschieden zu haben. Dabei wurde ausgeblendet, dass man dem souveränen Leader der Gruppe Ost gerade zwei Sätze abgenommen hatte. Vermutlich ist es dieser Beharrlichkeit zuzuschreiben, sich nicht mit einem kleinen Erfolg zufrieden zu geben, welcher Volleya Obwalden auf den aktuell dritten Platz der Rangliste brachte. Das letzte Spiel der Qualifikationsrunde bestreiten die Obwaldnerinnen in Kloten gegen VBC züri unterland.

Telegramm
13.01.2018
Raiffeisen Volleya Obwalden – Volley Luzern: 2:3 – Sätze 25:20, 25:22, 18:25, 23:25, 6:15
120 Zuschauer Vereinshalle Sarnen, Rütistrasse, 6060 Sarnen

Nächstes Spiel
VBC züri unterland – Raiffeisen Volleya Obwalden
Samstag 20.01.2018, 13:30 Uhr, Sporthalle Ruebisbach, Talacherstrasse 2, 8302 Kloten


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