VBC züri unterland – Raiffeisen Volleya Obwalden (2:3)

Volleya mit Hitchcock-Sieg gegen züri unterland

Erfahrungsgemäss sind es gerade die scheinbar einfachen Spiele, welche grosse Schwierigkeiten bereiten. Das sollte sich auch für das Spiel Volleya Obwalden (NLB) gegen den Tabellenletzten VBC züri unterland bewahrheiten. Die Obwaldnerinnen stiegen als klare Favoritinnen ins Rennen, auch wenn eine fiese Erkältung sich im Team breitgemacht hatte. Drei Punkte hätten den Einzug aus eigener Kraft in die Aufstiegsrunde ermöglicht. Also ein Spaziergang für die erfolgsverwöhnten Obwaldnerinnen? Im ersten Satz führte die Volleya von Anfang an mit einem kleinen Vorsprung, aber das Heimteam hielt hart dagegen. Auch wenn sich für die Zürcherinnen der Gang in die Abstiegsrunde unausweichlich ist, hatten sie doch den Willen dieses Spiel zu gewinnen. Die Volleya-Frauen wurden ihrer Rolle dennoch gerecht und gewannen den ersten Satz sicher mit 20:25. Das Heimteam hatte aber mit ein paar sehr schöne Aktionen gezeigt und realisiert, dass das Team aus Obwalden nicht seinen besten Tag hatte. Im zweiten Satz verstärkte das Heimteam den Druck und die Gäste aus Obwalden gerieten das erste Mal in Rückstand. Zusätzlich sah sich Volleya-Trainer Nik Buser gezwungen, die Libera Lena Krummenacher mit offensichtlichen Krankheitssymptomen vom Spielfeld zu nehmen. Die Zürcherinnen nutzten ihre Chance und gewannen den zweiten Satz überlegen mit 25:15. Im dritten Satz hatte sich die Volleya wieder einigermassen organisiert, was genügte um sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Das Heimteam dicht auf den Fersen, gelang es dennoch auch den zweiten Satz zu gewinnen. 2:1 für die Volleya, noch ein Satz bis zum Einzug in die Playoffs. Vermutlich war es diese Vorfreude, neben verschiedenen anderen Gründen, welche die Obwaldnerinnen aus dem Konzept brachten. Die Zürcherinnen spielten ungeachtet dessen auch im vierten Satz unvermindert stark und waren sowohl in der Abnahme als auch im Angriff sehr erfolgreich. Bereits gegen das Satzende hin zeichnete sich für die Volleya ab, dass es ungemütlich werden würde. Angriffe wurden regelmässig von der 1,92 Meter grossen Mittespielerin Victoria Hinneburg erfolgreich abgewehrt. Volleya-Trainer Nik Buser`s nahm dem Team eine taktische Auszeit und seine Anweisung war kurz und klar: «Kämpft!» Als das Heimteam bei der 23:19-Führung noch einen Punkt buchte, war die Entscheidung schon fast gefallen. Trotzdem wollten sich die Obwaldnerinnen der Niederlage nicht beugen und buchten vier Punkte in Serie, bevor das Heimteam einen perfekten Diagonalangriff verwerten konnte und den Satz mit 25:23 für sich entschied. 2:2 Gleichstand. Der fünfte Satz war dann an Dramatik nicht zu überbieten. Die Stimmung in der Sporthalle Ruebisbach kochte über und die Zuschauer, unter ihnen auch Stav Jacobi, Verwaltungsratspräsidenten von Volero Zürich, machten lautstark Stimmung für das eigene Team. Der Seitenwechsel erfolgte bei 7:8 für Volleya, aber der Ausgleich folgt postwendend und danach zieht züri unterland Punkt um Punkt davon. Als dann der letzte Angriff der Volleya im Block der Zürcherinnen hängenblieb und die Anzeigetafel auf 15:10 wechselte, stürmen die Spielerinnen das Spielfeld. Fast ging der Einwand des zweiten Schiedsrichters unter, welcher eine Netzberührung des Zürcher-Blocks beanstandete. Nach einer kurzen Phase der Verwirrung bezogen die Teams wieder Aufstellung und versuchten sich nochmals zu konzentrieren. In einer an Dramatik nicht zu überbietenden Schlussphase erkämpften sich die Volleya-Frauen den Ausgleich und gewannen letztlich mit 15:17. Wie sonst üblich konnten die Obwaldnerinnen aber nicht jubeln. Zu gross war das Wechselbad der Gefühle über das Erreichen der Playoffs, gepaart mit dem Ärger über das eigene Unvermögen. Die erste Mannschaft von Volleya Obwalden hat am kommenden Wochenende spielfrei. Danach kämpft sie in der Aufstiegsrunde gegen die besten vier Teams der Westgruppe.

Telegramm
20.01.2018
VBC züri unterland – Raiffeisen Volleya Obwalden: 2:3 – Sätze 20:25, 25:15, 22:25, 25:23, 15:17
90 Zuschauer
Sporthalle Ruebisbach, Talacherstrasse 2, 8302 Kloten

Nächstes Spiel
Die Daten der Auf-/Abstiegsrunde sind noch nicht bekannt


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